Happy End für Stupsi und Mobbl 

                         

Stupsi und Mobbl lebten ganz alleine in einem kleinen, stinkigen Stall auf einer "jugendfarm".

Als Babies waren sie zusammen, doch da sie nicht kastriert wurden rauften sie eines Tages miteinander und dann wurden sie einfach getrennt und einzeln gehalten. Ich holte sie da raus.

Zuerst brachte ich sie zum Tierarzt und ließ sie kastrieren, zur Genesung nach der O.P. richtete ich für Stupsi unsere Badewanne her (Tücher, Stroh, Heu, Häuschen...) und für Moppl lieh ich mir einen großen Käfig. Ich trennte sie erst mal räumlich (das ist vor der Vergesellschaftung wichtig). In der Zwischenzeit richteten wir auf unserem überdachten Balkon einen super wintergerechten Freilauf ein + einen kleinen Stall für die Nacht (Schutz vor Mardern).

Nach der O.P.-Genesung musste unsere Küche herhalten zur Vergesellschaftung (Tücher, mehrere Kartons mit je mehreren Ein./Ausgängen, zwei Katzen-WC`s, mehrere Stellen mit Heu, Stroh, Wasser), es dauert nämlich ca. 5 Tage bis Kaninchen sich zusammengerauft haben und vorher darf man sie nicht in einen Stall setzen, weil dort zu wenig Platz ist. Die ersten Tage flogen Fellfetzen (das ist normal u. solange kein Blut fließt darf man die Tiere dann nicht trennen, weil die Rangordnung auf diese Weise geklärt wird.) Die Fellfetzen wurden immer weniger. Am 5. Tag lagen die Beiden
schließlich morgens zusammengekuschelt nebeneinander. Stupsi streckte sich und leckte dem Mobbl die Ohren ab.

Zwei Tage später setzten wir sie dann ins Balkonia-Gehege. Es war traumhaft sie dort zu beobachten. Am Abend kam dann die erste gemeinsame Nacht im Stall: Wir schauten immer wieder besorgt nach ihnen, doch sie kuschelten absolut friedlich aneinander.

Die Beiden erlebten bei uns einen sehr schönen Herbst und Winter. Sie schenkten uns so viel Freude - stundenlang beobachteten wir sie vom Wohnzimmer aus. Wenn wir früh morgens den Stall aufmachten sahen sie ganz verschlafen aus, Stupsi kam immer als erster raus und hoppelte gleich ins Außen-WC. Mobbl brauchte immer etwas länger...

Beim Saubermachen hoppsten die Beiden frech um mich herum, sie ließen sich sehr gerne hinter den Ohren kraulen.

Im Frühling brachten wir sie zu Gudrun, ihr endgültiges Zuhause. Dort können es Tiere nicht besser haben (Garten-Freilauf, Riesen-Stall...). Wir besuchten sie schon zweimal und Gudrun sehe ich regelmäßig: Den Beiden geht es bestens.

Folgende Bilder habe noch ich am letzten Tag gemacht, bevor sie zu Gudrun durften.   Happy End!

Mit der Jugendfarm (dem Verein) "kämpfen" wir noch heute (Tierschützer-Freunde und ich).  Viele Kaninchen vegetieren dort in schlimmer Haltung vor sich hin und jährlich wird Nachwus gezüchtet, damit Kinder was zum Spielen haben, danach verschwinden diese Tiere "einfach" oder werden geschlachtet. Eine Schande!

Doch wir geben nicht auf - niemals!

 

Juni 2012

ENDLICH - Wir haben es geschafft - der Alptraum ist vorüber.

 

Nach drei Jahre langem Kampf ist es nun geschafft:

In der Jugendfarm gibt es keine Ställe und Kleintiere mehr!!!

 

Ich bedanke mich bei der Aktionsgruppe Biber (Ulm),

Elke Gläser im Besonderen,

und der Gemeindeverwaltung

für ihre Mithilfe.

Der Kampf war lange und sehr mühselig, denn die Verantwortlichen der Jugendfarm waren vollkommen uneinsichtig. Ich muss sagen, dass ich so etwas in meiner 20-jährigen, aktiven, Tierschützerzeit noch nie erlebt habe; das Schlimmste ist, dass es sich bei den Verantwortlichen der Jugendfarm um vermeintliche intelligente Menschen handelt, wie Lehrer, Geschäftleute, Kommunalpolitiker... Ich finde so etwas ist eine echte Schande und diese Menschen sollten sich zutiefst schämen.

«Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.»

Alexander von Humboldt (1769 -1859)

 

 

 


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